Kurz vorm Aufgeben? Diese 5 Tipps helfen dir dabei, durchzuhalten

Lange Zeit dachte ich, dass es tausend Gründe gibt, warum jemand seine Ziele nicht erreicht. Aber je länger ich mich damit beschäftige, desto mehr fallen mir bestimmte Muster auf. Natürlich gibt es Außenumstände, die zum Scheitern führen können. Aber in den meisten Fällen liegt es eher daran, dass man seine Ziele (zu früh) selbst aufgibt. Und die Punkte, die zum Aufgeben führen, sind nicht so unzählig und vielseitig, wie man vermuten könnte. Gibt es also ein System des Aufgebens? Vielleicht nimmst du dir ein Ziel, das du in letzter Zeit nicht erreicht hast und gleichst es mit diesen fünf Punkten ab. Niederlagen aus der Vergangenheit zu verstehen, ist ein großer Schlüssel für zukünftige Siege

1. Aufgeben, weil sich Ergebnisse nicht schnell genug einstellen

Eine harte Wahrheit, die fast alle Selbstständigen, vor allem aber Gründer*innen einholt, ist Folgende: Fast alle neuen Projekte dauern länger als man denkt. Und dann kommen auch noch die Sachen dazu, an die man überhaupt noch nicht gedacht hat. Damit findet man sich häufig in einem Spannungsfeld von geplanter und tatsächlicher Dauer. Bestenfalls lernt man dazu und plant entsprechende Pufferzeiten ein. Wenn es aber schon so lange dauert, bis wir unsere Aufgaben endlich erledigt haben, wollen wir dann, dass sie umso schneller Früchte tragen. Verständlich, aber nicht logisch. Im Gegensatz zu unseren Vorfahren, die mit der Natur arbeiten und den Rhythmus von Saat und Ernte kannten, fehlt uns heute meist völlig das Gefühl, welche Reifezeit für unsere „Saat“ normal ist. Als ich vor einigen Jahren in Asien einen Bambuspark besuchte, habe ich etwas sehr Wichtiges verstanden. In meinen Coachings bezeichne ich es als Bambus-Tool. Das möchte ich hier auch gerne mit dir teilen.

Der Bambus gehört zu den schnellst wachsenden Pflanzen der Welt. Unter optimalen Bedingungen kann das Wachstum bis zu 38 cm pro Tag (!) betragen. So ein überproportionales Wachstum hätten wir Selbstständige natürlich auch gerne. Und manche von uns erreichen es irgendwann. Aber wie? Hier zeigt uns der Bambus, was wir bei uns oder unseren Vorbildern oft übersehen: Der Bambus erreicht diese Wachstumsgeschwindigkeit nur (!) durch eine langjährige Vorbereitung. Manche Quellen sagen, dass er bis zu sieben Jahre in sein Wurzelwerk investiert, bevor er richtig anfängt zu wachsen. Und auch später wächst er nicht ununterbrochen, sondern legt immer wieder Pausen ein, in denen er seine Wurzeln stärkt. 

Viele erfolgreiche Menschen berichten davon, dass ihre größten Erfolge erst kamen, nachdem sie schon fast nicht mehr daran geglaubt haben, weil es so lange dauerte. Und andere berichten, dass sie etwas aufgegeben haben und danach Aufträge und Möglichkeiten gekommen wären, die sie dann nicht mehr nutzen konnten. Oder dass Wettbewerber supererfolgreich wurden, die an der Idee festgehalten hatten. Ist dir das auch schon einmal passiert? Vielleicht auch nur im Kleinen?

2. Die wichtigsten Parameter ändern und dadurch plötzlich ein ganz anders Ziel verfolgen.

Wenn man das so liest, könnte man denken „Ja, das ist ja offensichtlich und eben eine bewusste Entscheidung für ein anderes Ziel. Reflexionen zeigen allerdings etwas anders. Leider. Besonders groß ist die Gefahr in Phasen der Unsicherheit und des Zweifels. Wenn sich diese eine Türe, durch die wir seit Jahren gehen wollen, immer noch nicht öffnet. Und plötzlich springt eine andere Türe wie von selbst auf. Warum nicht durch diese gehen? Endlich das Gefühl des Voranschreitens zu erleben. Endlich Erfolgserlebnisse. Und vielleicht auch endlich dem engstem Umfeld erzählen können, dass sich nun etwas gut entwickelt.

Klar, ohne jemals den Kurs zu ändern, wird niemand durchs Leben kommen. Aber ist es für dich wirklich erstrebenswert, dein Ziel zu ändern? Oder nur kurzfristig leichter? 

Ein Beispiel mit Hacks, wie du eine mögliche Kursänderung abchecken kannst: Maja hat ein Sabbatical geplant und überlegt, mit dem Rucksack durch Südamerika zu reisen. Sie ist sich aber nicht sicher, ob sie das alleine machen kann oder will. Als sie ihren früheren Kollegen Tim trifft, stellt sich heraus, dass auch er eine längere Auszeit plant und reisen möchte. Nur ist sein Ziel die USA und das Reisen mit einem Wohnmobil. Zu zweit reisen würde vielleicht einfacher, günstiger und auch sicherer sein. Aber da für Tim die USA nicht verhandelbar ist, stellt sich die Frage, ob das für Maja wirklich eine gute Alternative wäre.

Wenn die USA Maja ebenfalls fasziniert, könnte das gemeinsame Reisen mit Tim eine super Möglichkeit sein. Wenn sie aber USA eher weniger spannend findet und sich auf die Reise nur mangels Alternativen einlässt, wird es schwierig. Und sehr wahrscheinlich wird es sie später einholen, dass sie ihrem wahren Traum nicht treu geblieben ist. Mit ein bisschen Recherche würde sie nämlich herausfinden, dass es die Möglichkeit gibt, in Foren Gleichgesinnte zu finden und mit ihnen zu reisen oder dass es in Südamerika verschiedene Anlaufstellen für Langzeitreisende gibt und dass sie alleine und in Gemeinschaft reisen abwechseln könnte, je nach Land oder geplanter Aktivität. 

Ein super Hack, checke folgendes: Würdest du die Variante, die sich dir bietet, auch in Betracht ziehen, wenn du dein ursprüngliches Ziel erreichen könntest. Bei einem „Vielleicht“ kannst du weiter überlegen. Bei einem „Niemals“ solltest du auf jeden Fall weitere Möglichkeiten suchen. Wenn weder Variante eins noch Variante zwei sich verwirklichen lassen, gilt es Variante drei zu finden. Ein weiterer Hack: Schreibe dir für deine Ziele, egal ob beruflich oder privat, immer auf, was verhandelbar ist und was nicht. 

Mehr zu diesem Thema in meinem Blogartikel

3. Äußerlich weitermachen, aber innerlich aufgeben

Keinen von uns verschont das Leben von Misserfolgen, Enttäuschungen und Rückschlägen. Zumindest nicht, dass ich wüsste. Die Frage ist also, wie geht man damit um? Äußerlich aufgeben oder den Kurs ändern, haben wir uns bereits angesehen. Nicht weniger gefährlich ist es aber, äußerlich weiterzumachen und innerlich aufzugeben. Meist erkennen wir bei anderen sehr leicht, was wir bei uns selbst übersehen. Aber etwas Mühe und fünf Minuten Ehrlichkeit können die Wahrheit schnell ans Licht befördern. Also: Wie fühlst du dich in deinem Business? Wie fühlst du dich in deiner Beziehung und deinen Freundschaften? Und wie fühlst du dich in deinem Körper? Bist du glücklich, voller Vertrauen und optimistisch für deine Zukunft?

Es geht natürlich nicht darum, jeden Tag von früh bis spät zuversichtlich, strahlend und erfolgreich zu sein. Ich meine eher den traurigen Spruch „Dass viele Menschen schon lange bevor sie sterben, aufhören zu leben“. Aber das passiert nicht ohne Grund! Es sind Misserfolge, Enttäuschungen, Rückschläge und Schicksalsschläge, die dazu führen. Diese zu verarbeiten und zu heilen kann eine große Aufgabe sein. Auch ich musste mich schon aus verschiedenen, sehr bedrückenden und schwierigen Umständen zurück in ein erfülltes Leben kämpfen, das mich glücklich macht. So etwas kann auch dauern. Aber es liegt an uns selbst, alles (!) dafür zu tun, um innerlich wieder lebendig zu werden. Unterstützung zu holen (Freunde, Seminare, Bücher, Coachings) mit kleinen Schritten zu beginnen und auch das Leben, Gott oder das Universum zu bitten, uns segnend zu unterstützen. 

Oft denken wir, es hätte anders laufen müssen, ärgern uns über uns selbst, über andere, über das Leben. Über Fehler, Misserfolge und Schwierigkeiten. Doch all das führt zu Erfahrungen. Und jede Erfahrung hat die Chance, dass wir uns mit ihr und durch sie entwickeln. Und sagen nicht die Weisen, dass in unserer eigenen Entwicklung das Gold des Lebens zu finden ist? Aber dieses Gold gibt es nicht geschenkt. Das müssen wir selber bergen. 

Also: In welchen Bereichen hast du ein bisschen oder sogar ziemlich viel „aufgehört zu leben“? Und wie könntest du es wieder ändern? Wo immer es nötig ist, werde zur Alchemistin! Es sind so viele Wunder möglich! Du brauchst Unterstützung? Dann sieh dir meine Coaching-Angebote an. 

4. Erfolge herabsetzen oder vergessen

Wie geht es dir mit deinen Erfolgen? Bist du stolz auf dich und deine Leistungen? Hast du deine Erfolge und Fortschritte im Business und im Leben vor Augen?

Falls du das nicht hast, bekommen Schwierigkeiten und Rückschläge nämlich eine völlig falsche Relation. Und das ist ein echt fettes Problem. Es ist, als würdest du in der Bilanz eine Seite weglassen. Viele von uns arbeiten sich großartig zu ihren Zielen vor und sind supererfolgreich. Aber an was wird gedacht und wovon erzählt? Probleme, Herausforderungen, ungelöste Themen. Zum Teil ist es sinnvoll, weil durch den Fokus auch eine gewisse Lösungsdynamik einsetzt. Aber wenn man nur Probleme sieht und die Erfolge nicht mitzählt, entsteht für unser Gehirn der Eindruck, dass es nicht so wirklich läuft bei uns. 

Ich rate meinen Kundinnen immer aufzuschreiben, was sie so den ganzen Tag erledigen und die wichtigsten Punkte in eine separate Liste zu übernehmen. Ich selbst mache das auch. Ich sehe sie mir dann am Ende der Woche, am Ende des Monats und auch am Ende des Quartals an, um zu reflektieren. Leider dauern nämlich, wie oben beschrieben, auch meine Projekte oft länger als geplant. Aber wenn ich mir meine Erfolge und Fortschritte aus dem Zeitraum ansehe, den ich reflektiere, staune ich oft Bauklötze. Viele zusätzliche Erfolge und Erreichtes, was mir so gar nicht bewusst war. Dadurch sehe ich (noch) nicht erreichte Ziele in einem ganz anderen Licht.

Genauso ist auch mit unserem Umfeld. Ob es Mitarbeiter sind, unser Partner, Freunde, Kinder … beginnen wir nur noch zu sehen, was nicht so gut läuft, geht die Spirale schnell nach unten. Dankbarkeit ist ein großer Schlüssel. Keine Zukleistermaschine für Dinge, die geklärt oder verändert werden müssen, aber eine gute Art, die Relation zu sehen zwischen Positivem und Negativem.

5. Prioritäten falsch oder gar nicht setzen

Kennst du deine absoluten Prioritäten? Und richtest du deine Handlungen ganz konsequent danach aus? Ich weiß, es ist schwierig. Mir ging es auch lange Zeit so. Das Problem ist nämlich, dass viele Herangehensweisen einseitig sind. Deshalb habe ich ein ganzheitliches Konzept für die drei wichtigsten Lebensbereiche entwickelt. Welche das sind und wie du das Konzept nutzen kannst, erfährst du im Workbook „Wie du dich davor schützt, aufzugeben.“ Nutze die Kraft der 3 Lebensbereiche für langfristige Erfolge. Wenn du in den Kreis meiner Newsletter-Abonnentinnen kommst, wird es dir sofort nach der Anmeldung zugestellt. Es enthält Beispiele für Ziele und deren Unterteilung in Meilensteine, Wochenziele und To-dos. Weitere Hacks zu Zeitgewinnung, Ideenspeicher und zum Neinsagen. Mehr Informationen findest du hier:

Hast du deine Prioritäten je Lebensbereich definiert, geht es um die Gestaltung deiner Tage. Denn je weiter ein Tag voranschreitet, desto mehr Unerwartetes kann deine Planung zerrütten. So ist das Leben. Aber es gibt ein paar richtig gute Hacks hierzu, wirkungsvoll und bewährt.

„Packe immer erst die größten Steine ins Glas“ ist einer davon. Kennst du das Experiment mit dem Glas, den großen Steinen, den Kieseln und der Flüssigkeit? Hier die Kurzversion: Wenn du zuerst die großen Steine in ein Glas füllst, haben später noch viele kleine Steine Platz und du kannst noch mit Wasser (oder Bier) auffüllen. Umgekehrt geht die Rechnung jedoch nicht auf. Sind erst mal Flüssigkeit und die Kieselsteine im Glas, passt nicht mehr die gleiche Menge an großen Steinen hinein. Eigentlich logisch oder? Doch achtest du in deinem Business-Alltag ebenso darauf? Fängst du am Morgen mit den „dicksten und wichtigsten Brocken“ an, kannst du später noch viele kleine To-dos erledigen (also Kieselsteine) und auch wenn du nicht mehr so viel Energie hast, schaffst du es trotzdem noch, abends ein Bier oder Glas Wein mit Freunden zu trinken. Fängst du jedoch morgens mit all den kleinen Dingen an und triffst dann deine Freunde (schreibst ihnen, bist auf Facebook & Co) … ist die Frage, wie viel Energie du danach noch für deine wichtigsten To-dos hast. Also nutze eine der besten Formeln für Erfolg: Pack zuerst die wichtigsten Steine ins Glas! Und zwar sowohl beruflich als auch privat!

Ein weiterer Hack: Wenn du an wichtigen Dingen arbeitest, minimiere jegliche Ablenkung. Schalte all deine Geräte auf Flugmodus, hänge ein Schild an die Türe mit „Nicht stören wichtige Besprechung“ und räume alles vom Schreibtisch, was nichts mit deiner aktuellen Aufgabe zu tun hat (auch Letzteres ist nicht zu unterschätzen). Damit schaffst du die besten Voraussetzungen, in einen guten Flow zu kommen. Guter Flow bedeutet meistens gute Ergebnisse. Gute Ergebnisse bedeuten weniger Stress und bessere Stimmung. Juhu!

Letzter Hack: Entwickle eine gute Morgen- und Abendroutine. Es gibt tolle Bücher dazu. Die wahre Kraft entfaltet sich nach ein paar Wochen und zeigt sich, wenn ein Sturm durch dein Leben fegt. Dann können ein geordneter Beginn und Abschluss des Tages deine Rettung sein. Wenn du kannst, stehe früh auf. Aber nicht, um noch mehr Steine ins Glas zu packen, sondern um entspannter zu arbeiten, um früher Feierabend zu machen, von dem du mehr hast, als morgens noch dreimal bei deinem Wecker auf Schlummern zu drücken. Oder wenn es dir möglich ist, mache mittags eine Siesta. Das ist mein größtes Learning aus meiner Zeit in Spanien. Damit funktioniert auch später zu Bett gehen und (!) früh aufstehen! 

Du wünscht dir weitere Unterstützung? Dann buche dir ein kostenloses Vorgespräch! 

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du an deinen Träumen und Zielen dran bleibst! Auch wenn es länger dauert, auch wenn es nicht leicht ist, auch wenn du Rückschläge und Enttäuschungen einstecken musst. Gehe weiter. Sei du die Heldin deines Lebens. Wenn du Unterstützung brauchst, hol sie dir. Wenn ich dir helfen kann, freue ich mich von ganzem Herzen. Das Leben ist ein wundervolles Geschenk und wenn du deine wahre Essenz spürst und dein Leben so gestaltest, wie es zu dir passt, dann fühlt es sich auch nach einem wundervollen Geschenk an!

Take good care of you and your business

Deine Karin

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